Forschungsstand

Nur Zahlen, die an echten kodierten Dateien gemessen wurden — keine Schätzungen. Auch das, was sich nicht bestätigt hat, gehört zur Bilanz.

Ergebnisse

Was gemessen, bestätigt oder widerlegt wurde

Nur Zahlen, die an echten kodierten Dateien gemessen wurden — keine Schätzungen. Auch das, was sich nicht bestätigt hat, gehört zur Bilanz.

−24,7%kleiner als AVIF, Kodak-Testset
−32,6%kleiner als AVIF, unabhängiges Testset
−15,4%kleiner als VVC (Preset medium)
−46,3%kleiner als JPEG XL

Vergleich gegen etablierte Codecs

Gemessen an echten .karc-Dateien über die volle Rate-Distortion-Kurve, mit Bootstrap-Konfidenzintervallen. Der Vorsprung gegenüber AVIF wächst auf dem unabhängigen Testset (−24,7 % auf Kodak, −32,6 % auf CLIC) — ein starkes Zeichen dafür, dass es sich nicht um eine Überanpassung an einen einzelnen Testsatz handelt.

Auf dem unabhängigen Set liegt der Codec außerdem vor VVC im Preset medium (−15,4 %). Gegen JPEG, JPEG 2000 und WebP ist der Abstand deutlich größer (−61,5 %, −74,0 %, −39,8 % auf Kodak).

Wo die Grenze liegt

Was nicht trägt

Eine zweite, auf Wahrnehmungstreue trainierte Modellfamilie schlägt AVIF auf dem Kodak-Set klar (−31,6 %, alle 24 Bilder). Auf dem unabhängigen Fotoset kehrt sich das Ergebnis jedoch um (+21,6 %, nur 1 von 14 Bildern zugunsten KARC). Der Kodak-Befund ist damit echt, die Übertragbarkeit ist es nicht — und genau so steht es hier.

Insgesamt wurden 27 weitere Ansätze gebaut, vermessen und wieder verworfen: Aufmerksamkeitsmechanismen im Entropiemodell, Wavelet- und Fraktal-Varianten, gemeinsame Wörterbücher über Bilder hinweg, nachträgliche Bildverbesserung und anderes. Zwei Forschungsrunden zu je zwanzig Strängen ergaben keinen Durchbruch bei der Bitrate. Der Vorsprung stammt aus einem sauber gebauten Kern, nicht aus einem einzelnen Kniff.

Laufende Arbeit

Eine überarbeitete Modellgeneration trainiert derzeit weiter. Ziel ist, die Stärken beider Familien zu vereinen und über verschiedene Bildarten hinweg robuster zu werden. Für diese Generation liegt noch keine abgeschlossene Vergleichsmessung vor — sobald sie vorliegt, steht sie hier.

Daneben werden mehrere eigenständige Verfahren rund um den Codec erforscht. Einige befinden sich auf dem Weg zur Patentanmeldung; technische Details dazu folgen öffentlich erst danach.

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